Freitag, 26. August 2011

Werbung im RSS-Feed hat auch Nachteile

Geld-verdienen-Gurus und Affiliate-Partner vermittelten uns Webmaster, wir sollen auch noch im RSS-Feed Werbung einbauen, damit uns ja keine Verdienstmöglichkeit entgeht. Das hat aber Nachteile. Denn RSS-Feeds sind letztendlich deshalb so populär geworden, weil sie als Quasi-Nachrichtenticker in fremde Webseiten eingebunden werden können. Ein Beispiel sind die User-Archiv-Seiten, wo jeweils themenspezifische RSS-Feeds eingebunden sind.

Wenn da aber Werbund dazwischen ist, dann kommt der Feed-Aggregator durcheinander. Auf der Suche, warum plötzlich ein RSS-Feed von chip.de nicht angezeigt wird, fand ich die Ursache: Chip.de hat Werbung eingebunden. Reichen denn die 1000 Anzeigen in der Printausgabe und in der Online-Ausgabe nicht, muss da auch noch Werbung rein?



Zum Einen stört einfach diese Werbung bei der Wiedergabe , zum anderen vermurkst es den Quelltext so, dass das Einlesen komplett scheitert. Denn wenn mit CDATA gearbeitet wird, wird es einfach kompliziert. Vor allem das Abschneiden des contents auf die ersten paar Sätze kann nicht funktionieren, wenn da Formatierungen, Bilder oder Javascripte enthalten sind.

Na, egal. Es gibt wohl mehr Webmaster wie ich, die nicht die Zeit haben, am php-Script herumzubasteln, damit das Ganze wieder funktioniert. Vor allem, wenn ich nicht weiß, was sich der Anbieter als nächstes einfallen lassen wird.

Ich warf den Feed einfach raus. Leider - ich finde ihn sinnvoll und nützlich, aber was soll ich machen.


Etwas anderes gilt natürlich für Newsletterwerbung. Das ist Werbung durch sinnvoll und stört nicht.

Ein ähnliches Problem ergeben andere Elemente wie z.B. "Bookmark this" oder "Share This" hinter jedem Feed-Item. Hier ein Beispiel aus dem heise-security-Feed:


Jeder Feedbetreiber muss sich also überlegen, ob er eine Einbindung in anderen Webseiten will. Wenn ja, sollte der reine unformatierte Text ohne störende Elemente ausgegeben werden.

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