Sonntag, 2. Dezember 2012

Smart PC Stick - was ist das?

Derzeit im Angebot bei Conrad für 79 Euro: der so genannte Smart PC Stick JOY-IT, JT-SmartPC01 mit Android 4.0. Damit könne man den Fernseher zu einem Mini-PC machen, u.U. auch im Internet surfen. Geht das und wie? Ein Erfahrungsbericht.




Um es vorweg zu sagen: es funktioniert tatsächlich. Der Stick entspricht einem Android-Handy oder Tablet, nur ohne Telefonfunktion. Das TV-Gerät dient nur als Monitor.



An den 76 g schweren Stick schließt man eine USB-Tastatur an, evtl. auch eine Funktastatur. Dann hat man einen kompletten Android-PC.


Tipp: Man kann den Stick auch in einen Beamer mit HDMI-Buchse stecken, dann hat man einen PC mit Beamer-Anzeige. Oder in einen normalen Monitor oder sonst ein Anzeigegerät mit HDMI-Buchse.



Android als Betriebssystem ist natürlich mehr auf Handys und Tablets augerichtet, also auf eine Bedienung mit Touchscreens. Aber es ist von vornherein so konstruiert, dass man auch mit Maus und Tastatur arbeiten kann.

Darum kann man mit Hilfe des Android-Systems auch derartige Mini-PCs entwickeln, wie es dieser Stick darstellt. (Übrigens: Auch mit meinem Samsung-Galaxy-Tablet (oder Samsung Smartphone) kann ich eine Bluetooth-Tastatur verbinden und das Tablet mit der Tastatur betreiben.)

  


Das ist der ganze PC, hier mit angeschlossenem Netzteil. Was noch fehlt ist der Anschluss einer USB-Tastatur. Man sieht auch den SC-Card-Einschub und eine Mikrofonbuchse.

Eine kleine HDMI-Verlängerung, im Lieferumfang enthalten, ermöglicht ein bequemeres Einstecken an der Rückseite des TV-Gerätes.


Eine kabelgebundene Tastatur (hier auf dem Stuhl) hat natürlich Nachteile, was die Entfernung zum TV-Monitor betrifft. Entweder man arbeitet mit USB-Verlängerungskabel oder benutzt eine kabellose Tastatur.


Vorinstallierte Apps (Programme)







Die Einstellungen:











Zum Surfen muss erst eine WLAN-Verbindung zum Internet hergestellt werden. Das heißt, Sie müssen in der Wohnung Internet via WLAN-Router haben.

Alternatives Startmenü (links unten umschaltbar mit "Launcher Switch")

Widgets






Test: Anschluss einer kabellosen Maus (man sieht den USB-Stecker zur Maus) ohne Verwendung jeglicher Tastatur: funktioniert und reicht. Natürlich funktioniert erst recht eine Maus-Tastatur-Kombination.

Im Gegensatz zur Überschrift eines User-Kommentars im conrad.de-Forum ist der Stick absolut ausgereift. Anstecken und alles funktioniert sofort. Ich habe selten so problemlos ein neues Gerät ausprobiert. Der Stick entspricht dem Computer-Kern eines Smartphones oder Tablets.

Ob es einem etwas bringt, wenn man sowieso einen PC hat, ist etwas anderes. Auch muss klar sein, dass der unerfahrene User kein vertrautes Windows-System hat, sondern eben ein Android-System.

Die User in den Android-Foren, die über den Stick diskutieren, scheinen viele weitere Anwendungsmöglichkeiten zu finden. Beispiel: http://www.android-hilfe.de/android-mini-pc-usb-sticks/313238-smart-pc-stick-joy-jt-smartpc01-android-4-0-a.html

Internet?

Internet funktioniert natürlich nur, wenn ein Internetzugang im Haus ist und per WLAN in der Wohnung zugänglich ist. Der Stick hat einen modernen und schnellen WLAN-Empfänger eingebaut.

Wer von Android keine Ahnung hat: Moderne Handys und Tablets, die mit dem Betriebssystem Android laufen, sind kleine Computer. Statt Windows, Unix oder Apple-Mac-Betriebssystem läuft eben Android. Programme gibt es tausende, sie heißen Apps und können im Internet heruntergeladen werden. Für jeden Anwendungsbereich gibt es Freeware en masse. 

Vorinstalliert sind viele kostenlose Programme wie Internetbrowser und mehr. Im Gegensatz zum Handy wird beim Joy-IT Smart-PC die Tastatur eingesetzt und evtl. Maus.

Der Stick hat zwei USB-Anschlüsse, einen kleinen und einen normalen. Über einen kleinen Verteiler, so genannter HUB, kann man viel mehr USB-Geräte anschließen: Tastatur, Maus, externe Festplatte etc.


Da der Stick auch eine SD-Card aufnehmen kann, die es heute üblicherweise bis zu 32 GB gibt, kann man auch seine eigenen Videos oder Bilder ansehen. Ansonsten sind 4 GB Speicher integriert.

Natürlich geht das bei modernen TV-Geräten auch ohne Stick, wenn sie selbst einen solchen Steckplatz haben. Allerdings kann man dann nur die im TV-Gerät eingebaute "Software" zum Betrachten der Bilder verwenden und hat nicht die Vielfalt aller Programme auf einem Android-PC.


Leistungsbeschreibung laut Herstellerseite: Prozessor: 1 GHz, Arbeitsspeicher 1 GB DDR 3, "Festplatte" 4 GB Flash, Chipsatz Cortex-A8 Allwiner A10, Vorinstalliertes Betriebssystem: Android 4.0, sprache Deutsch, englisch, E-book: Lesezeichen, Hintergrundmusik und Foto Anzeige, Video: AVI, RM, RMVB, MKV, MOV. Bis zu 1920/1080 Auflösung (Full HD). HD Movie bis zu 2160P Wiedergabe. USB 2.0 Anschluss und Mini-USB-Anschluss. Micro SD Card Slot (bis max 32 GB), Wireless LAN: 802.11 b/g/n, Zubehör: Netzteil, HDMI-Verlängerung, USB-Kabel, Anleitung.
 
Scheinbar baugleich: Pearl: MMS-864.wifi+
Weitere Sticks: siehe folgenden Aufsatz auf neuerdings.com

Joy-IT

Joy-IT ist eine deutsche Marke, was wegen der Bedienungsanleitung und des Supports vorteilhaft ist.

Das Unternehmen stellt nicht nur diesen Stick her, sondern auch komplette PC-Systeme, Tastaturen mit eingebautem PC und mehr. Kein Spielzeug, sondern ernsthafte Produkte.

Joy-IT hat eine eigene Webseite, wo man Handbücher, Firmware-Updates und mehr herunterladen kann.








Wer keine Erfahrung mit Android hat, also mit Smartphones oder Tablets, darf kein vertrautes Windows-System erwarten. Er wird aber überrascht sein, wie intuitiv das Android-Computer-System ist und wie mühelos man mit der Bedienung klar kommt.

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